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Päff |

Das Brauhaus Päff in der Freisenstr., 06.11.2008

Die Alten haben ihre Stammplätze, die Jungen haben ihre Stammplätze und die Touristen gehen dort hin wo Dirndl getragen und Haxen verkauft werden, auch wenn's gar nicht Bayern ist.
In Köln ist das anders. Hier gibts einige Orte an denen Junge, Alte und junge und alte Touristen in fröhlicher Coexistenz ihr Bierchen schlürfen.
Das Päff, eins der urigsten kölschen Brauhäuser gehört dazu. Hier ist (Stamm)Platz für jeden und solange er nicht auf die Idee kommt seinen Bierdeckel aufs Glas zu legen, ist hier auch mehr Bier für jeden, als er beim Betreten des Päff eigentlich geplant hatte.
Zum Glück ist das Kölsch ja fast sowas wie Limonade und wenn man ausversehen statt einem Bier, 10 Biere bekommt, ändert sich noch lange nix am geistigen Zustand.
Für die Touristen ist diese Bierdeckel-Regel in Köln aber trotzdem fatal, weil sie einiges an Geld in den kölschen Kneipen lassen, bevor sie schließlich darauf kommen, wie man dem scheinbar endlosen Bierfluss Einhalt gebietet.
Wenn man das Päff betritt, steht man direkt vor den Zapfhähnen, unter denen sich eine lange Bierrinne befindet, die etwas an Futterrinnen in der Schweinezucht erinnert.
Um die schmalen Kölschgläser zu füllen, lassen die Kellner in einer routinierten Bewegung die "Bierkronen" unter den Zapfhähnen kreisen. Da ich die zeitlose Atmosphäre, das Licht, die Menschen und vorallem dieses Befüllen der Bierkronen sehr mag, ist diese Fotoserie entstanden.

Man sieht sich im Päff!

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