Adieu, restriktive DDR-Kulturpolitik!
Die 90er Jahre förderten eine neue Liga Kunstschaffender zutage. Shootingstars wie Neo Rauch, Tilo Baumgärtel und Tim Eitel führten altehrwürdige Leipziger Traditionen gegenständlicher Malerei fort. Ihre Kunst trug dabei maßgeblich eine neue Note: den neoromantischen Weltschmerz! (Gern in Begleitung einer ordentlichen Portion Surrealismus.)
Voila, die "Neue Leipziger Schule" ward geboren. Sie wurde schnell zum internationalen Markenbegriff.
Marketing-Strategie? Gekonntes Branding? Die zweite Generation der Leipziger Schule ist (seit mittlerweile über einer Dekade!) heiss begehrtes Sammlerobjekt. Machen wir den Künstlern keinen Vorwurf...
Auch der gebürtige Tscheche Martin Kreim lebt und arbeitet seit Anfang des Jahrtausends in Leipzig. Bei Betrachtung seiner Bilder ist nicht zu leugnen, dass er dem Umkreis jener "Schule" entstammt: Die Figuren seiner Gemälde sind entrückt, allein und gemeinsam einsam. Seine Räume sind unbehaglich, von eigensinniger Farbgebung, manchmal grafisch abstrakt.
Ironischen Blickwinkel auf das scheinbar Alltägliche, die - Hype oder nicht - einen Besuch Pösel-Schnösel-dorfs wert sind!
Ausstellung "Gut-Schein" (bis 10.08.2009)
Galerie Anne Moerchen
Milchstraße 6a
www.galerie-anne-moerchen.de
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