Baustellenreklame. Man kennt das ja. Kaum wird ein Baugerüst in die Höhe gezogen, meinen fleißige Wucherer diese neu entstandene Fläche als Werbeträger zweckentfremden zu können. Bei historischen Gebäuden wird meist zusätzlich die Original-Fassade auf Plastik gedruckt, wie eine zweite Haut über das Gestänge gezogen und ganz oben steht dann fett: "Die Renovierung wird von Firma XY finanziert!" Bah!
Ein weiterer unangenehmer Nebeneffekt der Baustellenreklame: Die Ladenschilder werden verdeckt. Man kann das Café nicht von Fahrradladen oder Imbissbude unterscheiden. Kurzum: das Straßebild ändert sich. "Nicht mit uns!" haben sich die St. Paulianer gedacht. Denn gerade hier, im urigsten Stadtteil Hamburgs, wird momentan viel gebaut, gesägt und gehämmert. Deshalb wurde eins und eins zusammengezählt: An den Gerüsten hängen neue Ladenschilder mit Anti-Werbung - Der Art Store St. Pauli wird zu "fARTINVESTOR", das Kaffee Stark zum "Mövenschiss", etc.
Gesehen in der Wohlwillstraße
Kommentar schreiben